Leitbild Werkstatt 26

 

"miteinander - füreinander

 in Königstein (Sachsen)"

 

 

 

Im Folgenden werden die Grundsätze und Leitprinzipien der Arbeit der Werkstatt 26 dargelegt. In diesem Leitbild werden die Tätigen, ihre Handlungsbereiche und die Grundsätze, nach denen sie handeln, vorgestellt.

 

Wer sind wir?

 

Das Team des Veranstaltungs- und Begegnungsorts Werkstatt 26 ist ebenso vielfältig zusammengesetzt wie die Gruppe der Adressat*innen die es zu erreichen gesucht. Im Wesentlichen besteht die Gruppe der Tätigen aus Hauptamtlichen (HA), Ehrenamtlichen (EA) und Engagierten (Eng.) die sich in ihrem Handeln gegenseitig unterstützen und ergänzen. Seit dem Jahr 2018 wird die Werkstatt 26 in Königstein (Sachsen) durch weltbewusst e.V. gemietet und ein Team aus Künstler*innen wie Nadja und Wolfgang Göschel, den Kurs-Anbieter*innen sowie den Haupt- und Ehrenamtlichen des Vereins betrieben. Dabei werden die Arbeit und die Gestaltung der Werkstatt 26 als ein ständiger Prozess von Entwicklung, Interaktion und Wachstum verstanden.

 

 

 

Was wollen wir nicht?

 

Durch sein Handeln innerhalb von Projekten, Kursen und Dauerangeboten setzt sich das Team der Werkstatt 26 gegen Diskriminierungen und die Verbreitung von menschenfeindlichem Gedankengut ein. Handlungen und Äußerungen, die Teile der Gesellschaft ausschließen oder diskriminieren und rechtsextreme Positionen fördern, stehen dem Selbstverständnis der Werkstatt sowie des Vereins entgegen und werden weder unterstützt noch toleriert. Vielmehr fordern wir gleichberechtigte Teilhabe und Interaktion aller Akteur*innen auf Augenhöhe und die Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft und Zukunft, wobei auch die Vergangenheit stets zu reflektieren ist. Abwertende Ideologien, Verschwörungstheorien, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (wie Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Sexismus, Behinderten-feindlichkeit oder Islamfeindlichkeit), Nationalismus und völkisches Denken haben keinen Platz bei uns.

 

Was wollen wir?

 

Wir wollen uns in der Region für Vielfalt und ein Miteinander auf Augenhöhe einsetzen. Dabei bestehen unsere Grundziele in der Förderung von Integration, Nachhaltigkeit und die Teilhabe aller durch niedrigschwellige Angebote. Unser Ziel ist der Aufbau und das Betreiben eines sozialen und kulturellen Zentrums in Königstein. Dabei will die Werkstatt 26 ein Ort für alle sein. Die entsprechenden Teilschritte auf dem Weg dorthin sollen gemeinsam von Haupt- und Ehrenamtlichen wie auch Engagierten und Netzwerkpartner*innen durch die Umsetzung von Projekten und Maßnahmen realisiert werden. Um ein Ort für alle zu werden, sollen auch Aspekte wie die barrierearme Gestaltung der Räumlichkeiten, Angebote vor Ort wie auch im Internet behandelt und umgesetzt werden. Somit wird neben der Integration auch zur Inklusion beigetragen. Da Inklusion nie „von oben herab“ – also rein institutionell geleitet – funktionieren kann, soll stets im Tandem mit den Adressat*innen und ihren Interessensverbänden gearbeitet werden. Dabei ist dem Team die Umsetzung der Menschenrechtskonventionen ebenso wichtig wie die der UN-Kinderrechtskonventionen, weshalb die KiJu (Abkürzung erklären!) in Königstein ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sein sollen. Interaktion und Förderung sollen in der Tätigkeit der Werkstatt 26 jedoch nicht nur auf KiJu fokussiert, sondern von Jung bis Alt erfolgen. Jung heißt für uns, dass bereits Kleinkinder zu unseren Besucher*innen zählen und ein positives Miteinander erleben sollen. Wir sehen uns durch unsere Angebote in der Position zu fördern (was oder wen zu fördern?), unterstützen und fordern jedoch nicht Vorgaben zu erteilen (dieser Satz ist mir unklar, vielleicht weglassen?). Dabei kann der aus der Montessori-Pädagogik stammende Satz „Hilf mir, es selbst zu tun!“ also Hilfe zur Selbsthilfe als ein wichtiges Leitprinzip gesehen werden.

 

Was machen wir?

 

Die Werkstatt 26 versteht sich als Raum für künstlerische Arbeit, Präsentation, Begegnung und sozialen Austausch. Sie befindet sich im Stadtzentrum von Königstein/Sächsische Schweiz. So finden in den Räumlichkeiten Kurse für Jung und Alt statt, ebenso wie Fach- und Reisevorträge oder Schulungen der Volkshochschule. Darüber hinaus hat sich die Diakonie in Räume eingemietet und betreibt eine Kleiderstube im 1. OG des Hauses, um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu fördern und Bedürftigen zu helfen. Diesem Ziel der Nachhaltigkeitsförderung entspricht auch der Reparaturtreff, der jeweils am letzten Freitag des Monats in den Räumen der Werkstatt 26 veranstaltet wird. Die Grundpfeiler aller unserer Veranstaltungen sind Kultur, Integration (Gemeinsam in und für Königstein) und Demokratie zu leben. So gestaltet die Werkstatt 26 ein vielfältiges und niedrigschwelliges Angebot für heterogene Zielgruppen und plant dieses in Zukunft fortzusetzen und wo möglich zu erweitern. Zu diesen Angeboten zählen auch:

 

· Nähwerkstatt

 

· Kreativwerkstatt

 

· Tanzkurse/-veranstaltungen

 

· Schaufensteraktionen mit Künstler*innen aus der Region

 

· Begegnungen ermöglichen zwischen Senior*innen und KiJus sowie Einheimischen und Zugezogenen

 

· Ganztagsangebote in Kooperation mit der Oberschule und der Grundschule Königstein

 

 

Wie handeln wir und setzen unsere Vorhaben um?

 

Die Umsetzung unserer Vorhaben, Projekte und Maßnahmen erfolgt vorrangig durch Netzwerkarbeit in der Region sowie enge Zusammenarbeit mit Schulen, der Stadtverwaltung Königstein, der Diakonie und dem Landratsamt. Darüber hinaus erhalten die für und in der Werkstatt 26 wirkenden Ehrenamtlichen die Ehrenamtspauschale als Würdigung ihrer tatkräftigen Unterstützung. Viele Stränge des Handelns wie etwa die Kurse der Werkstatt 26 werden im Rahmen von Projekten realisiert. Dadurch bleibt die Werkstatt 26 ein veränderliches und sich wandelndes Konstrukt und verharrt nicht in einem Wirkungsbereich. Dennoch versuchen wir durch längerfristige Projekt-finanzierungen ein stetiges und kontinuierliches Arbeiten zu erreichen und zu fördern, um noch mehr Vorhaben effektiv umsetzen zu können.